Ich kann euch versprechen, es gibt nichts Schöneres als gemeinsam mit seinem Pferd zu laufen – ganz egal wo – und wirklich verbunden zu sein. Das Pferd läuft dort hin, wo du hinläufst, weil es sich für deinen Weg interessiert und deiner Idee folgt. Man geht gemeinsam seinen Weg. Das ist Harmonie. Aber kaum jemand macht diese Erfahrung, kaum ein Pferd, kaum ein Mensch.
Noch häufig regieren Kontrolle, Druck und Zwang das tägliche Miteinander. Das Pferd kann nicht freigelassen werden, da es sich sofort abwendet oder nicht genug Interesse am Menschen hat. Es muss also gezwungen werden, das zu tun, was der Mensch möchte. Anstatt ihm zu erklären und sich ihm in seiner Sprache anzupassen, greift man auf strikte Dominanz und die Verwendung von Hilfsmitteln zurück. Oft werden Signale des Pferdes übergangen oder als Unart abgetan. Man soll sich durchsetzen, das Pferd “in den Griff” bekommen.
So muss das nicht sein. In diesem Blogbeitrag erkläre ich, wieso es so sinnvoll ist, das Ziel des Trainings neu zu definieren. Denn das, was passiert, wenn wir das Pferd als aktiven Partner sehen, der aus eigenem Antrieb mitarbeitet, stellt alles auf den Kopf.
Freiheit und Freiwilligkeit sind für mich sehr eng verwoben. Freiheit im Training bedeutet, das Pferd nicht durch physischen Kontakt zu kontrollieren, sondern es im Freien verlässlichen Anschluss finden zu lassen. Ich arbeite grundsätzlich ohne Halfter und Seil, damit das Pferd seine Befindlichkeiten wirklich zeigen kann, damit ich seine wahren Emotionen und Gedanken sehe. Ich schränke mich selbst und mein Pferd ein, wenn ich Hilfsmittel (dazu gehört auch das Halfter) nutze. Warum?
Mein Pferd schränke ich ein, weil es jetzt nicht mehr uneingeschränkt zeigen kann, was es fühlt, wie es denkt. Weil ich ihm ein Stück seiner Freiheit nehme.
Mich schränke ich ein, weil ich mir und meinen Fähigkeiten, z.B. meiner Empathie keinen Raum lasse. Ich muss mich nicht körpersprachlich verändern, andere Signale senden, lernen – ich habe ja das Seil. Also mache ich es mir leicht.
Viele Menschen denken, dass Pferde ohne Druck und Dominanz nicht gehorchen oder respektlos werden. Ich denke, dass Pferde ohne Druck und Dominanz ehrlich sind. Und viele Menschen das nicht einordnen können.
Pferde haben sehr feine Antennen. Sie sind Fluchttiere und extrem sensibel auf ihre Umweltreize abgestimmt. Sie bemerken Mückenstiche an ihrem großen Körper, riechen Cortisol (Stresshormon) und bemerken sogar Veränderungen im Wetter noch bevor sie eintreffen. Wir brauchen keine Kraft oder sogar Gewalt im Training mit dem Pferd. Wir brauchen Wissen.
Wie man Herausforderungen meistern kann - 3 Beispiele:
Diese Art des Trainings erfordert auch eine mentale Umstellung für den Menschen. Gebe dir selber die Zeit, alte Gedanken- und Verhaltensmuster loszulassen und neu / anders mit den Dingen und deinem Pferd umzugehen.
Also probiere dich etwas in der Freiarbeit und bilde dich weiter. Ich habe viele Lernangebote, von der Online-Akademie angefangen bis zu Livestreams oder 1:1 Training – und freue mich sehr, wenn du mal vorbeischaust!
Auch auf Instagram und TikTok poste ich Trainingseinblicke und -Ideen. Es lohnt sich also, die Kanäle, natürlich kostenfrei, zu abonnieren! 😉
P.S. Ganz neu ist mein Podcast „Fair & Frei“. Neugierig? Dann schau mal vorbei!
ÜBER DIE AUTORIN
Celina Ronneburg
Celina Ronneburg ist die Gründerin von Equine.Elevate und steht für pferdegerechtes und gesunderhaltendes Training auf Basis innovativer Trainingsmethoden.
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